Frühlingshafte Sonnenstrahlen scheinen auf unser Haupt und schon kann man das blecherne Getöse der ersten Harleys auf den Straßen vernehmen. Born to be wild, in ca. 4 Wochen überrollt uns der Sommer!
Jetzt heißt es Motoren überholen, Maschinen pflegen, Unterbodenwäsche, letzte Kratzer vom aufwirbelnden Winterstreu beseitigen, Armaturen auf Hochglanz bringen, Sommerreifen aufziehen.
Ups, ach ja, Sommerreifen müssen erst noch gekauft werden, denn das Profil der alten ist ja schon total abgefahren. Doch kein Problem, Reifenhändler gibt es ja genügend, ob im Internet oder gleich um die Ecke. Und diese bieten entweder Reifen ohne Felgen oder sog. Komplettreifen an, also Reifen mit bereits aufgezogenen Felgen. Kommt eben darauf an, ob die alten Felgen noch soweit in Ordnung sind, dass man sie auf die Neureifen aufziehen kann oder nicht.
Bei Sommerreifen sollte man sich vorher jedoch unbedingt schlaumachen. Im Fahrzeugschein bzw. der „Zulassungsbescheinigung Teil I“, in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs, im Kofferraum oder auch neben dem Reserverad findet man alle notwendigen Angaben zur „zugelassenen“ Bereifung. Ansonsten ist eine extra Betriebserlaubnis im Fahrzeugschein durch die örtliche Zulassungsbehörde gegen Entgelt erforderlich! Selbstverständlich kann hier auch der Reifenhändler mit Rat und Tat zur Seite stehen. Bei Neufahrzeugen, die aus dem EU-Ausland importiert wurden, erhält man übrigens ein sog. CoC-Papier (Certificate of Conformity) bzw. eine EWG-Übereinstimmungsbescheinigung. Auch diese Bescheinigung enthält alle notwendigen Reifenangaben.
Man kann natürlich auch zu gebrauchten bzw. neuwertigen Sommerreifen greifen. Und es müssen auch nicht immer die Marken Pirelli, Michelin, Dunlop oder Continental sein. Wichtig ist, dass sie zu dem Fahrzeug, ob Auto, Motorrad oder Lkw, „passen“ (also Zollgröße, Reifenbreite, Kraftfahrzeugmodell, etc.). Auch für Testergebnisse der einzelnen Reifenmarken sollte man sich etwas Zeit nehmen, denn die richtigen Reifen sind lebensnotwendig – schließlich tragen sie uns tagtäglich! Der langsame Verschleiß, die richtige Haftung bei Regen und Trockenheit, das leise Fahrgeräusch und die gute Lenkbarkeit sind ebenso wichtig.
Selbstverständlich kann man mit regelrechten Tuning-Modellen sein „Baby“ auch mächtig aufwerten. Das Auge fährt schließlich mit. Tuning-Fans stehen darauf, dass Sommerreifen richtig auf der Straße „kleben“ und dass die Alufelgen, Stahl- oder Titanfelgen optisch enorm auffallen. Und je breiter die Reifen und je tiefergelegter das Fahrwerk, umso besser.
Also ran an die Sommerreifen, bevor es wieder Winter wird!





